Lärmaktionsplan auf den Weg gebracht

Verkehrslärm ist nicht nur ein Ärgernis, sondern kann auch die Gesundheit beeinträchtigen. Die Lärmkartierung ist in Bochum schon seit einiger Zeit abgeschlossen, die Lärmschwerpunkte sind identifiziert.

Jetzt wurde dem Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität der Entwurf des detaillierten Lärmaktionsplans mit konkreten Maßnahmen vorgelegt.

Aus grüner Sicht besonders erfreulich ist, dass zur Lärmreduzierung auch an Straßen des Vorbehaltsnetzes Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tempo 30/h angeordnet werden sollen. Neben lärmminderndem Asphalt ist ein weiterer wichtiger Aspekt die Veränderung des Straßenquerschnitts.

Dazu heißt es im Lärmaktionsplan: „Im Zuge der Umgestaltung des Straßenraumes ist es oftmals möglich, auch unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Straßenabschnitte, die Zahl der durchgängigen Fahrstreifen von zwei auf einen zu reduzieren und die zusätzlich gewonnenen Flächen dem Radverkehr, Fußgängern und für Begrünungsmaßnahmen (Baumpflanzungen) zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund des Abrückens der Fahrstreifen von der Bebauung hin zur Straßenmitte kann eine Reduzierung der Lärmemissionen sowie eine Verringerung der Lärmwahrnehmung festgestellt werden.“

Der Entwurf des Lärmaktionsplans wird vom 11. Mai bis zum 12. Juni öffentlich ausgelegt und soll nach Abwägung der vorgebrachten Anregungen und Einwendungen am 1. Oktober vom Rat endgültig beschlossen werden. Danach kann dann mit der Umsetzung der konkreten Maßnahmen begonnen werden.