Grüne: Keine STEAG-Beteiligung an Braunkohle

Eine Beteiligung der STEAG an den gegenwärtigen Braunkohleaktivitäten von Vattenfall in Ostdeutschland lehnen die Bochumer Grünen im Rat ab. Auch wenn die STEAG in einer Kooperation mit einem Investor nur die Betriebsführerschaft übernehmen würde, hätte sie unter den aktuellen Bedingungen unweigerlich ein Interesse an einer möglichst profitablen Weiterführung der Braunkohlenutzung. Auch dies lehnen wir ab.

Bedenkenswert wäre einzig und allein eine Betriebsführerschaft der STEAG innerhalb eines politisch vereinbarten und klar definierten, ambitionierten Ausstiegsszenarios.

Die STEAG könnte in einem solchen Rahmen ihre technologische und betriebswirtschaftliche Kompetenz einbringen, um die Braunkohle sozialverträglich abzuwickeln und für die ostdeutschen Reviere eine Perspektive jenseits der Energiegewinnung auf fossiler Basis zu eröffnen. Dabei müssten möglichst viele Ressourcen für den ökologischen Umbau, d.h. für die Gestaltung der Zukunft und möglichst wenige für den Ausstieg aus den überkommenen, umweltzerstörenden Strukturen verwendet werden. Eine solche Entwicklung ist allerdings noch alles andere als in Sicht.