Gewerbeflächen entwickeln – Freiraum schonen

Wir nehmen die Aufgabe, verantwortungsbewusst mit unserer Stadt und ihrer Entwicklung umzugehen, sehr ernst. Wir müssen dabei verschiedene Ansprüche in Einklang bringen: Wirtschaft, Wohnen, Erholung, Ökologie, Kultur. All das trägt dazu bei, dass Bochum auch für spätere Generationen noch attraktiv und lebenswert bleibt.

Bochum muss Unternehmen gewinnen, die sich hier niederlassen und Arbeitsplätze schaffen. In unserer Stadt gibt es besonders viele Brachflächen, die nur mit hohem Aufwand wieder nutzbar gemacht werden können. Hier stehen wir vor einer anspruchsvollen Aufgabe, bei der wir auch Unterstützung von Land und Bund benötigen.

Neue Flächen auf der grünen Wiese dürfen wir nur ausweisen, wenn anderswo wieder Grün entsteht. Denn: Bochum steht jetzt schon beim Grün an viertletzter Stelle aller Kommunen und Kreise des RVR. Beim Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen stehen wir auf Rang 4. Mit den wenigen freien Flächen müssen wir also sehr verantwortungsvoll umgehen. Wer mit dem Grün die Lebensqualität der Stadt zerstört, zerstört auch ihre wirtschaftliche Zukunft.

Zum Koalitionsantrag zur morgigen Ratssitzung erklärt die grüne Fraktionsvorsitzende Astrid Platzmann:

„Wir geben der Verwaltung das klare Signal, dass es allererste Priorität haben muss, Brachen wieder nutzbar zu machen. Außerdem sprechen wir uns für einen flexiblen Umgang mit der Bedarfsprognose aus. Bochum ist auch hier in einer Sondersituation. Von der weiteren Entwicklung bei Opel wird in hohem Maße abhängen, was in den nächsten 15-20 Jahren an Reserven tatsächlich zur Verfügung stehen wird. Für Opel II und III sowie Flächen im Umfeld hat NRW.Urban ein zusätzliches Potenzial von 76 Hektar berechnet. Deshalb fordern wir ein Monitoring, das diese Entwicklungen bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans einbezieht. Sonst weisen wir an einer Stelle neue Flächen aus, während alte Flächen für alle Zeiten brachliegen bleiben.“