Keine Fremdabfälle auf Deponie Marbach Sanierung abschließen und rekultivieren

Die grüne Ratsfraktion hat die Wiederinbetriebnahme der 1987 stillgelegten Deponie Marbach  vor sechs Jahren trotz Bedenken mitgetragen.

Dazu Sebastian Pewny, grüner Vertreter im Umweltausschuss:

„Ausschlaggebend für unsere Zustimmung war, dass ausschließlich Produktionsabfälle aus dem Bochumer Stahlwerk dort abgelagert werden durften. Mit der Wiederinbetriebnahme sollte auch ganz bewusst ein Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp geleistet werden.“

Das hat sich als Illusion erwiesen, das Stahlwerk wurde bald nach dem Verkauf an Outokumpu geschlossen. Damit rückte auch das Ende des Deponiebetriebs in greifbare Nähe.

Zur aktuellen Entwicklung erklärt Oliver Buschmann, umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion:

„Wir waren geschockt, als wir vor zwei Wochen erfuhren, dass Outokumpu bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt, auf der Deponie demnächst auch Abfälle Dritter abzulagern. Nicht nur wir, sondern vor allem die durch den Deponiebetrieb erheblich beeinträchtigten Anwohner empfinden das als eklatanten Wortbruch. Auf Initiative der rotgrünen Koalition hat der Umweltausschuss deshalb am 3. November einstimmig die zuständigen Behörden aufgefordert, den Abschluss der Deponie Marbach anzuordnen. Die Deponierung jeglicher fremder Abfälle wurde ausdrücklich abgelehnt. Wir sind zuversichtlich, dass die Stadt sich diese  Position in ihrer Stellungnahme gegenüber der Genehmigungsbehörde zu eigen macht. Eine sanierte und rekultivierte Deponie Marbach kann dann auch Bestandteil des geplanten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts für den vielfach gebeutelten Stadtteil Hamme werden.“