Keine Plakate mehr an städtischen Bäumen

Auf Antrag der rot-grünen Koalition hat der Umweltausschuss gestern einstimmig beschlossen: „Die Verwaltung wird beauftragt, zukünftig die Anbringung von Plakaten an Bäumen im öffentlichen Raum zu untersagen.“

Oliver Buschmann, umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Rat, erläutert den Hintergrund:

„In den vergangenen Jahren ist es vermehrt vorgekommen, dass bei Plakatierungen an städtischen Bäumen die Befestigungsträger (Beispielsweise Kabelbinder und Drähte) auch lange nach Verschwinden der entsprechenden Plakate an den Bäumen zurückblieben. Dies schränkt die betroffenen Bäume in ihrem Wachstum ein oder sorgt für das Aufplatzen von Baumrinden. Dadurch können die Bäume erheblichen Schaden davontragen, denn ein Pilzbefall an den ungeschützten aufgeplatzten Stellen ist häufig die Folge. Dies kann im schlimmsten Fall zur Fällung der entsprechenden Bäume führen.“

Sebastian Pewny, der zweite grüne Vertreter im Umweltausschuss, ergänzt:

„Mit dieser Maßnahme wollen wir auch die bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auf Unmut stoßende Plakatflut während der Wahlkämpfe etwas eindämmen. Es geht allerdings nicht nur um Wahlplakate, sondern um alle Plakate, also z.B. auch Zirkusplakate.

Die Verwaltung muss jetzt eine rechtssichere Lösung erarbeiten, damit Verstöße auch als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können. Das wird bis zum Landtagswahlkampf nicht mehr gelingen. Wir rechnen aber fest damit, dass es bis zum Bundestagswahlkampf eine Regelung gibt. Wir Grüne verstehen den Beschluss des Umweltausschusses aber schon jetzt als Selbstverpflichtung. Wir werden deshalb schon im Landtagswahlkampf keine Plakate mehr an Bäumen im öffentlichen Raum aufhängen.“