Züleyha Demir

07_Demir_ZüleyhaIch wurde in der Türkei geboren, lebe seit 1969 in Bochum und bin verheiratet. Mein Vater gehörte zur ersten Generation der sogenannten „Gastarbeiter“, im Zuge der Familienzusammenführung folgte ihm meine Familie nach Deutschland.

Ich habe meine gesamte Schul- und Studienausbildung in Bochum absolviert. Nach Abschluss meines Architekturstudiums habe ich in verschiedenen Architekturbüros gearbeitet. Jetzt bin ich bei der Stadt Gelsenkirchen im Bereich Bauordnung tätig.

Ehrenamtlich war ich im „Alevitischen Kulturverein Bochum und Umgebung e.V.“ tätig und habe als 1. Vorsitzende die Interessen des Vereins vertreten.

Über den Verein ergaben sich schnell auch Kontakte mit den Grünen in Bochum, bei verschiedenen Gelegenheiten kam es zu einer Zusammenarbeit.

Seit 1999 bin ich im Rat der Stadt Bochum, mein erstes Ziel war es, die unerträgliche Situation im Bereich des Ausländerbüros und der Asylbewerberstelle dem modernen Standard anzugleichen (vergleichbar mit dem Bürgerbüro).

Mein Aufgabengebiet war zunächst der Bauausschuss und die Betreuung des damaligen Ausländerbeirates. Außerdem habe ich im Sportausschuss mitgewirkt.

Im Bauausschuss und später im Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe habe ich mich besonders mit der Fortschreibung des Hochbausanierungsprogramms (Sanierung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden) beschäftigt. Ein weiterer Schwerpunkt war die energetische Verbesserung von Gebäuden und der Einsatz von erneuerbarer Energie bei Neubauten und Sanierungen. Außerdem war ich bei der Initiierung eines Modellprojekts „Integrierte Stadtentwicklung“ (Stadtumbau West) beteiligt.

Nach der Umwandlung des Ausländerbeirates in den Ausschuss für Migration und Integration im Jahr 2004 war ein Schwerpunkt meiner Arbeit die Mitwirkung an der Erstellung des Integrationskonzeptes für die Stadt Bochum und die in Bochum lebenden Migrantinnen und Migranten (interkulturelle Öffnung der Verwaltung, Sprachförderung in KITAs, Belange von Senioren mit Migrationshintergrund etc.).

Seit der letzten Kommunalwahl bin ich wieder im Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe tätig, der sich vor allem mit der Erhaltung und mit der Sanierung der städtischen Bausubstanz beschäftigt.

Ich bin Sprecherin für die Grünen im Ausschuss für Sport und Freizeit. Beim Sport liegt mir besonders die Förderung des Breitensports und die Unterstützung von Vereinen am Herzen, denn Sport ist auch wichtig für Integration und Teilhabe an der Gesellschaft.

Trotz der schlechten Hauhaltssituation ist es mir wichtig, allen Bochumer Bürgern mit einer gerechten Sozialpolitik eine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben zu bieten und gleiche Bildungschancen für alle Kinder – egal welcher sozialen und ethnischen Herkunft – zu ermöglichen. Eine nachhaltige, ökologische und integrierte Stadtentwicklung ist für Bochum wichtig, um unsere Stadt auch künftig zu einer lebenswerten Stadt zu machen und die fortschreitende Flächenversiegelung zu stoppen.