Katharina Schubert-Loy

Schubert-Loy_KatharinaVor 42 Jahren bin ich aus München nach Bochum gezogen. Bochum ist seitdem mein Zuhause. Ich bin seit 46 Jahren verheiratet, wir haben drei inzwischen erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder.

Politisch engagiert habe ich mich seit meiner frühen Jugend, weil ich mich für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz einsetzen wollte und will und die Parole „man kann ja doch nichts machen“ nicht richtig finde.

Die Grünen waren und sind für mich die Partei, die meinen politischen Vorstellungen und Wünschen am nächsten kommt, auch wenn ich nicht hinter allen Entscheidungen – vor allem aus der Mitregierungszeit im Bund – stehe. Hier seien der Kriegseinsatz im Kosovo als auch die Hartz-IV-Gesetzgebung genannt.

Seit 1989 bin ich Mitglied der Grünen in Bochum und seitdem auch für die Grünen in der Bezirksvertretung Bochum-Ost. Anlass für mein kommunalpolitisches Engagement waren die Kiesgruben in Langendreer, die mit teils giftigen, dioxinhaltigen Abfällen verfüllt wurden.  Ohne Rücksicht auf Boden, Grundwasser und Gesundheit der Menschen wurde hier von Firmen Geld für eine sachgerechte Entsorgung gespart und von den Kiesgrubenbesitzern Geld damit verdient. Die Zeche zahlen die Bürgerinnen und Bürger für Sicherung und Sanierung der Altlasten.

1990 wurde ich Fraktionsgeschäftsführerin der grünen Ratsfraktion und hatte damit das Glück, neben dem Ehrenamt in der Bezirksvertretung mein Engagement auch im Beruf leben zu können. Inzwischen habe ich das Rentenalter erreicht und damit mehr Zeit für das Ehrenamt. Bei der Kommunalwahl 2014 haben die Grünen in Bochum dazu gewonnen, so dass ich auf dem elften Platz der Liste ein Ratsmandat bekam. Im Rat arbeite ich im Ausschuss für Soziales und Gesundheit sowie im Rechnungs-prüfungsausschuss.

Mein Ziel ist es, trotz der äußerst knappen finanziellen Ressourcen der Stadt die Hilfe- und Selbsthilfestrukturen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu erhalten. Dabei ist es wichtig, die Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft zu berücksichtigen und eine enge Verbindung zwischen Stadtentwicklungs- und Sozialpolitik herzustellen. Unsere Stadt sollte neuen Formen des Zusammenlebens im Alter den Weg ebnen. Die hohe Arbeitslosigkeit in den Städten des Ruhrgebiets erfordert große Anstrengungen, um von Arbeitslosigkeit betroffenen und gering verdienenden Menschen die Teilnahme am sozio-kulturellen Leben zu ermöglichen.

Die Kriege und wirtschaftlichen Katastrophen in der Welt vertreiben Millionen Menschen aus ihrer Heimat. Auch nach Deutschland kommen mehr Flüchtlinge. Es ist mir sehr wichtig, dass die Flüchtlinge, die nach Bochum kommen, hier willkommen geheißen werden,  menschenwürdig unterkommen und gesundheitlich versorgt werden. Die Kinder sollen so schnell wie möglich zur Schule gehen können, Kindergärten besuchen, in Sportvereinen mitmachen, um sich in ihrer neuen, völlig fremden Umgebung zurechtzufinden.

Der Rechnungsprüfungsausschuss befasst sich mit der Steigerung von Effizienz im Verwaltungshandeln, mit der Verhinderung und Bekämpfung von Korruption und dem möglichst sparsamen Einsatz finanzieller Ressourcen der Stadt. Obwohl ich weiß, dass sich durch die Arbeit auf diesem Gebiet die schlechte finanzielle Situation der Stadt nicht wesentlich verändern wird,  ist es mir wichtig, dass jeder Cent der Steuergelder von Bürgerinnen und Bürgern sinnvoll eingesetzt wird und keine Verschwendung stattfindet. Vorbeugungsmaßnahmen gegen Korruption und deren Bekämpfung sind grundlegende Maßnahmen, um das Vertrauen der BürgerInnen in Politik und Verwaltung zu gewinnen.
Wenn Sie Anliegen, Vorschläge oder Kritik haben, können Sie mich per mail erreichen: schuberloy(at)googlemail.com